FONDI
Fondi wird auf drei Seiten durch den Ausoni-Berg und den Ausläufer des Aurunker-berges südlich der tyrrhenischen Küste begrenzt. Eine alte Tradition schreibt Herkules die Gründung von Fondi schon fünfzig Jahre vor dem Trojanischen Krieg zu. Die Stadt wurde von den Langobarden besetzt und 846 von den Sarazenen zerstört.
Fondi, ursprünglich ein Herzogtum und eine Stadtrepublik, geriet zuerst unter die Herrschaft von Neapel und später unter die der Familie Caetani, deren Streit mit der Kirche eine wichtige Rolle in der Geschichte Fondis gespielt hat.
TERRACINA
An der Südostspitze der Pontinischen Ebene, zu Füssen des Ausoni-Birges gelegen, besteht Terracina aus einem am Abhang des Hügels sich befindenden mittelalterlichen Stadtkern und einem modernen Teil, der sich flach bis zum Meer hin erstreckt.
Die Stadt ist ohne Zweifel älter als Rom. Die Legende schreibt einer Gruppe spartanischer Verbannter ihre Gründung zu. Den Etruskern sind die die zyklopische Ringmauer und die Gründung des Hafens zu
verdanken. Im 4 J.h. änderten die Volsker den Namen von Terracina
in Anxur, da sich dieser Name auf den Schutzgott dieses
Volksstammes bezieht.
SPERLONGA
Sperlonga ist eine kleine Küstenstadt, die sich auf dem felsigen aufs Meer blickenden Sporn des Magno-Berges erhebt. Die zahlreichen archäologischen Funde sind ein Beweis für ihren romanischen Ursprung. Der Name Sperlonga leitet sich vom Namen
„Spelonca“ ab, der die Felsengrotten benannte. In einer dieser
Grotten pflegte Kaiser Tiberius seine Sommerferien zu vebringen,
was dazu geführt hat, dass diese Höhle zu einem archeologischen Museum geworden ist. Die vier Türme, die die Stadt aufweist, dienten als Schutzsystem gegen die wiederholten Angriffe der Piraten.
GAETA
Gaeta, eine liebliche zu Füssen des Orlandoberges gelegene Stadt, ist eine alte Festung, die heute zum Teil immer noch bewundert werden kann. Gaeta erhebt sich an der Spitze des Vorgebirges, das den gleichnamigen malerischen Golf umschlieβt. Am Golf entlang läuft eine Straβe, von der sich eine herrliche Aussicht bietet.
SAN FELICE CIRCEO
Die Auffindung des Schädels des Neandertal-Menschen in einer der umwerfenden Höhlen in San Felice Circeo, zu denen man Zugang sowohl übers Land als auch übers Meer hat, hat bewiesen, dass dieser Ort bereits in der Vorgeschichte bewohnt war. Die Legende besagt, dass hier die wunderschöne Zauberin Circe wohnte, die die Krieger von Ulisse in Schweine verwandelte. Der Ort wurde nach der Zauberin benannt. Die Stadt war zuerst volskisch und wurde später zu einer römischen Siedlung. San Felice Circeo wurde von den Goten, Ostrogoten und Sarazenen zerstört, später lieβen die Päpste die Stadt wiederaufbauen. Von der Bergspitze (Picco di Circe) aus kann man das weite Küstenland von Fondi, Sperlonga, das Vorgebirge Gaetas und die Burgen von Ninfa und Sezze (Rocche di Ninfa e Sezze) erblicken, während auf offenem Meer die Pontinischen Inseln wie Smaragde
leuchten.